Die Jugendkirchentage sind eine gemeinsame Initiative der Reformierten Landeskirchen und finden ab 2024 alle zwei Jahre in einer anderen Region der Schweiz statt. Sie laden junge Menschen ein, sich mit der Welt, sich selbst und ihrem Glauben auseinanderzusetzen und sich für ihre Anliegen zu engagieren. Als Plattform ermöglicht es der Anlass Jugendlichen, sich zu begegnen und zu vernetzen, gemeinsam Ideen zu entwickeln und zu diskutieren, neue Zugänge zu Spiritualität zu entdecken und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen. Das Festival zelebriert Neugier und Offenheit, Engagement und Kreativität, das Überwinden von Grenzen und den Mut, Farbe zu bekennen. Weil dies nur miteinander geht, gestalten Kirchen und Jugendverbände das Festival gemeinsam, und junge Menschen aller Konfessionen sind eingeladen, mitzufeiern.

„Wir möchten Raum dafür bieten, dass junge Menschen ihren Glauben und ihre Vorstellungen von Kirche gemeinsam entwickeln können“, sagt Jens van Harten, Projektleiter des ersten Jugendkirchentags, der 2024 in der Region Zürich stattfindet. „Sie sollen eine Plattform erhalten und ihre Partizipation soll auf allen Ebenen gestärkt werden.“ Jugendarbeiter und Pfarrerinnen können sich an den Jugendkirchentagen vernetzen und die entstehende Dynamik gemeinsam mit den jungen Menschen in den lokalen Kirchgemeinden fruchtbar machen. 

Die regionale Gastgeberschaft der Jugendkirchentage ermöglicht es den Kirchen, ihre je eigenen Netzwerke und Partnerschaften spielen zu lassen und ihre Freiwilligen an Bord zu holen. Zudem kommt damit die Vielfalt der reformierten Landeskirche zum Tragen. „Der Jugendkirchentag steht für eine offene und lernende Kirche, in der unterschiedliche Traditionen und Ausdrucksformen sich gegenseitig Raum geben und inspirieren.“

Während die operative Durchführung der Jugendkirchentage bei der jeweiligen Gastgeber-Region liegt, soll ein gemeinsamer Trägerverein die Vernetzung und Nachhaltigkeit gewährleisten. Der Trägerverein wird am 5. September 2022 formell gegründet. Nebst den reformierten Kantonalkirchen und der Evangelischen Kirche Schweiz, die vertreten sind, bringen sich auch überkantonal tätige Verbände wie das Blaue Kreuz oder der Bibellesebund ein. Der erste Entscheid, den der Trägerverein fällen wird, ist der Name des Anlasses. Finanziert werden die Jugendkirchentage durch die Deutschschweizerische Kirchenkonferenz (KIKO), die gastgebenden Kirchen sowie Spenden und Stiftungsbeiträge.